Unser Backpackertipp: Myanmar

9 Tage in Myanmar. Viel zu kurz. Land und Leute haben uns berührt. Man stellt sich hier mehr und mehr auf den Tourismus ein, so dass wir das Reisen als sehr sicher und unkompliziert, Land und Leute aber noch als sehr ursprünglich, zufrieden und unverdorben empfunden haben, und Erfahrungen sammeln durften, die wir nicht mehr missen möchten.

Unsere Route

Yangon-Bagan-Kalaw-Inle Lake-Yangon

Transport

Unkomplizierter als erwartet.

Insofern du dir die Hauptsehenswürdigkeiten des Landes anschauen willst, so fahren recht komfortable Nachtbusse eigentlich jedes begehrenswerte Ziel an. Schön daran ist, dass du zum einen nicht einen ganzen Tag nur für den Transfer einbüßen musst und zum anderen jeweils die Kosten für die Übernachtungen sparen kannst.

In Yangon haben wir zunächst am Flughafen nach einem Ticketschalter gefragt. Man verwies uns nach Downtown. Wie teuer ein Taxi nach Downtown sei, fragten wir den hilfsbereiten Zollbeamten. Ca. 10 Dollar, wenn wir ein Taxi innerhalb des Flughafengeländes nähmen, außerhalb sei es günstiger, vielleicht 7-8 Dollar. Wie verließen das Flughafengelände und boten dem ersten Taxifahrer der anhielt 5 Dollar. Nach einigen Versuchen, den Preis hochzuhandeln, fuhr er uns dann auch für diesen Preis und setzte uns direkt an einer Straße ab, wo sich Busunternehmen an Busunternehmen aneinanderreihten (fußläufig vom Zoo und ca. 5 Autominuten von der Shwedagon Pagode entfernt). Für den Bus inklusive Transport zum Busbahnhof zahlten wir pro Person 15 USD. In diesem Rahmen bewegten sich auch die anderen Bustransfers.

Die restlichen Buchungen gestalteten sich einfach. Jede Unterkunft bot sowohl Ausflüge wie auch Bustickets an. Um die Tickets solltest du dich jedoch rechtzeitig- d.h. allerspätestens am Vorabend- kümmern. Sonst kann es durchaus vorkommen, dass der Bus schon ausgebucht ist. Außerdem solltest du auch immer einen gewissen zeitlichen Puffer einplanen. Auf dem Weg nach Kalaw hatte unser Bus einen Getriebeschaden, was die Fahrt von den geplanten 7 Std auf 22 Std verlängerte.

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Manchmal bleibt der Bus auch liegen…

Generell können wir empfehlen, warme Kleidung und ggf. auch Ohrstöpsel mit in den Bus zu nehmen. Die Klimaanlage ist in der Regel empfindlich kalt und in den Bussen läuft auf einem großen Bildschirm die ganze Fahrt über ein landestypisches Unterhaltungsprogramm- vom Serienhit bis hin zum burmesischen DSDS-Verschnitt.

Währung

Wir hatten uns zuvor mit USD eingedeckt. Geldautomaten haben wir die ganze Tour über keine gesehen. Anders als im Reiseführer aufgeführt, wurde jedoch die Landeswährung deutlich bevorzugt (teilweise Aufschläge beim Bezahlen mit USD). In den Wechselstuben wurde auch der EUR sehr gerne genommen, so dass das Bestellen von USD vor Reiseantritt eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Hier findest Du den aktuellen Wechselkurs

Unterkünfte

Aus diversen Foren hatten wir gehört, dass sich die Unterkunftssuche in Myanmar durchaus schwierig gestalten könnte. Aber auch hier sind wir spontan und ohne großes Suchen und Vorbuchen weitergekommen. Ob wir einfach nur Glück hatten, oder ob sich die Situation langsam ändert, können wir nicht beurteilen. Auch ein anderer Deutscher, den wir später in Indonesien kennenlernten, sagte uns, dass er letztes Jahr im Februar teilweise 3-4 Unterkünfte am Vortag telefonisch anfragen musste, um noch ein Zimmer zu bekommen. Auf jeden Fall solltest du dich darauf einstellen, dass das Preis-Leistungsverhältnis der Unterkünfte mit anderen asiatischen Ländern in keinster Weise vergleichbar ist. Für unter 15 USD war kaum etwas zu finden.

In Bagan wohnten wir für 17 USD mit sauberem Gemeinschaftsklo und ebenso sauberer warmen Gemeinschaftsdusche im „Winner“– wirklich empfehlenswert!

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Das Winner in Old Bagan – einfach aber mit warmer Dusche

In Kalaw verbrachten wir eine Nacht für 13 USD im „Golden Kalaw Inn“ Zimmer ok, Gemeinschaftsklo und -Dusche war nicht so schön, aber mit Badelatschen an den Füßen zum Aushalten. Am Inle Lake waren nur noch Zimmer ab 32 USD zu bekommen. Wir wohnten im „Gypsy Inn“, zentral, komfortabel, sauber, geräumig und mit eigener Dusche und WC. Sehr schön. In Yangon hatten wir uns das „Pyin Oo Lwin Guest House II“ aus unserem Reiseführer gesucht. Wenn man sich einmal durch das furchtbar stinkende Treppenhaus in den 4.Stock vorgearbeitet hat, wird man mit einem netten einfachen Zimmer mit WC, Dusche und Klimaanlage für 20 USD belohnt. Wenn du zwischendurch mal funktionierendes Internet hast, kann es Sinn machen, vorab immer mal bei TripAdvisor zu stöbern.

Touren/ Ausflüge

1 halber Tag Shwedagon Pagode in Yangon: Eintritt 10 USD p.P.

2 Tage Bagan: 15 USD p.P.

Ausflug zum Mount Popa 9 USD p.P. für den Taxifahrer

2-Tages-Trekkingtour von Kalaw zum Inle Lake: umgerechnet 45 EUR p.P. zzgl. Transport und Boot anteilig. Wir waren mit That Khaing unterwegs, für den wir an dieser Stelle ausdrücklich Werbung machen wollen! Nett, freundlich, unaufdringlich, sehr daran interessiert, dass wir wirklich was von Land und Leuten kennenlernen und mit dem besten Koch der Welt an seiner Seite. Kontakt über: mikashy007@gmail.com

Yangon Elefantenhaus: kostenfrei, aber bitte meiden! Da wie in vielen Ländern auch in Myanmar weiße Elefanten als heilige Tiere verehrt werden, hatten wir uns sehr auf den Besuch im Elefantenhaus gefreut. Wir waren sehr früh und zu diesem Zeitpunkt auch als einzige Touristen dort, so dass wir die morgendliche Park- und Elefantenreinigung und Elefantenfütterung mitbekamen. Die Elefanten stehen unter diesem tempelartigen Dach eng angekettet und wurden beim Waschen grundlos mit Rohrstockschlägen auf Rüssel und Hinterteil regelrecht verdroschen. Wir haben die ganze Aktion so gut es ging heimlich fotografiert und werden noch entsprechende Berichte an WWF, Greenpeace und an den Reiseführer schreiben, der uns diese „Attraktion“ ans Herz gelegt hatte.

Wir möchten hier noch hinzufügen, dass wir ansonsten im ganzen Land das Gefühl hatten, dass Tier und Mensch hier sehr harmonisch miteinander leben. Viele wild lebende aber gesund und gut aussehende Hunde auf den Straßen, die von den Menschen friedlich geduldet und mitgefüttert werden, auch die Ochsen, Pferde und sonstiges Vieh in den Dörfern machten auf uns einen guten und zufriedenen Eindruck.

Essen und Trinken

In Bagan können wir das „Queen“ zwischen Old Bagan und Nyaung U wärmstens empfehlen. Hier findest du in schöner Atmosphäre eine große Auswahl an leckeren Asiatischen und landestypischen Gerichten. Was wir dir im ganzen Land ans Herz legen können, sind die frischen Früchte vom Markt und die leckeren selbstgemachten Chips und gerösteten Nüsse, die du an jeder Ecke erwerben kannst.

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Leckeres landestypisches Essen im „Queen“

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Wir haben uns vorgenommen, nach und nach kurze Berichte zu unseren einzelnen Stationen hinzuzufügen. Wenn du also noch mehr über Myanmar erfahren möchtest, dann freu dich auf:

Yangon – Mingalarba Myanmar

Der Berg der Affen – die 777 Stufen des Mount Popa

Von Kalaw zum Inle Lake – eine Trekkingtour oder: wo bitte geht´s zur Schlange?

 

Und lies jetzt schon: Bagan – die Stadt der tausend Tempel

Eine Auswahl unserer Fotos findest du hier

 

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Du warst auch schon mal in Myanmar? Wie sind deine Erfahrungen und Eindrücke? Hast du Ergänzungen? Oder planst du eine Tour hierher und hast Fragen? Dann her damit in unsere Kommentare, wir freuen uns!