Die perfekte… Einsteigerkamera – in 6 Schritten zum perfekten Body

Den richtigen Partner an der Seite zu haben ist immer wichtig.

Auf Reisen verbringt ihr viel Zeit zusammen. Ihr geht gemeinsam auf Entdeckungstour, teilt sensationelle Momente miteinander und haltet die schönsten Erinnerungen fest. Sei es auf Film oder auf SD-Karte. Deine Kamera und du. (Andy und ich machen also quasi Päarchenurlaub mit Hund).

Du hast deinen richtigen Kamerabody noch nicht gefunden? Dann lass uns heute deine Partnervermittlung sein.


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Gute Kameras gibt es gewiss unzählige und in allen Preiskategorien. Grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt: Es gibt selten ein schlechtes Produkt- aber oft ein falsches.
Das richtige Produkt mit deinen Wünschen, Erwartungen und Ansprüchen zu kombinieren, das ist die Kunst der glücklichen Kamerawahl.

Das ist doch kein Hexenwerk, denkst du gerade?
Vollkommen richtig gedacht!

Als allererstes solltest du dir die Frage stellen:

Was will ich überhaupt?

Vielleicht willst du einfach nur möglichst preisgünstig fotografieren, die Fotos teilst du mit Facebook und/ oder verewigst du im 9×13 Format im Fotoalbum? Dann kann schon der Medion Tageskracher im Aldi für dich die richtige Wahl sein, die dich absolut zufrieden macht.

Oder möchtest du gerne eine leichte, kleine, unkomplizierte aber leistungsstarke Kamera, deren Fotos sich gut auch mal auf dem Fernseher präsentieren oder in größeren Formaten ausdrucken lassen? Wie wäre es mit einer vollautomatischen Kompaktkamera? Möchtest du auch weiter entfernte Dinge heranholen können? Dann macht es Sinn bei der Auswahl auf einen entsprechenden optischen Zoom zu achten. Anders als beim digitalen Zoom, der lediglich Bildausschnitte des von dir gemachten Fotos „hochrechnet“ und so qualitätsschädigend vergrößert, verändert der optische Zoom die Brennweite deines Objektives, so dass ein scharfes und qualitativ gutes Bild entstehen kann.

Wie bei allen Dingen sind auch im Bereich der Kompakten die Geschmäcker verschieden. Andy schwört seit Langem auf seine alte Canon Ixus, ich selbst bin jahrelang mit meiner Panasonic Lumix super gefahren. Schaut gerne durch unsere Fotos aus China, Irland und Teneriffa– die sind alle mit der Lumix gemacht worden. Für unsere Fotos aus Frankreich haben wir sowohl die Lumix wie auch die Canon verwendet.

Nun kann es aber sein, dass du aber gerne auch mal rumtüftelst? Auch mal „besondere“ Bilder machen möchtest? Dass du mit Farben und verschiedenen Kontrasten spielen willst, oder z.B. die Bildtiefe oder Hintergrundschärfe verändern magst? So ging es mir seinerzeit, als ich auf unserer New York-Tour gerade bei den Nachtaufnahmen an die Grenzen des Machbaren bei meiner Lumix stieß. Vor allem die Möglichkeit des manuellen Einstellen der Verschlusszeiten machten hier für die Art Fotos, die wir machen wollten den Unterschied. Ungeduldig wippte ich von einem Bein auf´s andere, während Andy Herr über seine Kamera war, bis er fertig probiert hatte und mich auch mal an seine D40 ließ. Lumix und ich- wir hatten nur noch nostalgische Gefühle füreinander.

Wie bei allen Dingen im Leben gilt also auch hier die Faustregel: die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Du wirst keine federleichte Kompaktkamera finden, mit der du flexible Profiaufnahmen machen kannst und das Ganze auch noch für am besten unter 100 EUR.

Mach dir also als allererstes ein paar Gedanken zum Verwendungszweck. Um dich besser zu sortieren, nimm doch einfach Stift und Zettel zur Hand und schreib zunächst wahllos auf, wohin du die Kamera mitnehmen möchtest, wie viel du ausgeben magst, welche Art von Fotos du schießen und was du anschließend mit den Fotos machen möchtest, sowie was dir besonders wichtig bezüglich der Ausstattung ist. Dann bilde zwei Spalten. Eine für die Kompaktkamera, eine für die Digitale Spiegelreflex.

Beginne nun, die Dinge, die du dir vorhin aufgeschrieben hast, den beiden Spalten zuzuordnen. Nun müsstest du vielleicht schon sehen können, wo die Reise für dich hingeht. Wenn beide Spalten recht ausgewogen gefüllt sind, priorisiere deine Wünsche. Was muss deine Wunschkamera auf jeden Fall mitbringen, was ist vielleicht nicht ganz so wichtig.

Bist du soweit? Sehr schön. Und? Was steht nun auf deinem Zettel? Wie sieht deine Entscheidung aus? Kompaktkamera oder DSLR? Egal was es bei dir geworden bist, mach dich bereit für Schritt Nr. 2, der da lautet:

Wie viel möchte ich ausgeben?

Sowohl bei den Kompakten wie auch bei den DSLR gibt es Preisspannen vom Superschnapp bis hin zum Luxusobjekt. Stecke dir eine finanzielle Grenze, um mehr Orientierung bei der Suche zu haben und die Auswahl weiter einzuschränken. Wenn du dich für eine Digitale Spiegelreflex entschieden hast, berücksichtige auch, dass du hier eventuell noch einiges Zubehör benötigen wirst, was finanziell zusätzlich zu buche schlagen wird.

Jetzt hast du deinen Suchradius schon recht weit konkretisiert. Du weißt welche Art von Kamera du haben willst und was du bereit bist, hierfür zu investieren. Je nachdem, was für ein Typ du bist, kannst du nun beginnen, dich mit den verschiedenen Herstellern vertraut zu machen.

Schritt 3:

Die Eigenrecherche

Ich persönlich mag einen Mix aus persönlicher Beratung und Eigenrecherche im Netz. Zuerst wühle ich mich durch die unendlichen Weiten des World Wide Web. Gib exemplarisch einfach mal „Test Kompaktkameras“ oder „Test Spiegelreflexkameras“ beim Suchanbieter deine Wahl in die Leiste. Schnell wirst du feststellen, dass sich der Herstellerkreis weiter einschränkt. Lies die entsprechenden Berichte dazu und/ oder auch die Verbraucherrezessionen und filtere für dich, was dich hier stören oder nicht stören würde. Denn auch hier setzt jeder wieder seine eigenen Prioritäten. Bezüglich meiner D3200 kam es z.B. mehrfach zu Punktabzügen, weil sie offenbar im Live-View-Modus verzögert auslöst. Da ich aber von Anfang an nicht vorhatte, den Live-View-Modus häufig zu nutzen, war dieses Manko für mich völlig unerheblich.

Wenn du deine Recherchen abgeschlossen hast, schwankst du vielleicht noch zwischen zwei oder drei Herstellern und Modellen, die sich bezüglich ihrer Funktionen im Grunde genommen gar nicht so sehr voneinander unterscheiden.
Und jetzt kommen die Vorzüge des Live-Tests und der persönlichen Beratung zum Einsatz.

Schritt 4:

Der Live-Test

Fahr zum Elektrofachmarkt deines Vertrauens.

In der Tasche solltest du deine drei bis vier Modelle haben, die in deine engere Auswahl gekommen sind. Lass dir alle Modelle- insofern vorhanden- von einem Mitarbeiter zeigen. In guten Fachmärkten setzt man dir auch eine SD-Karte ein, so dass du problemlos ein paar Probeaufnahmen machen kannst. Hier hast du die Möglichkeit, dich zum einen mit den unterschiedlichen Menüführungen vertraut zu machen und zum anderen auch einen Blick auf die Qualität der aufgenommen Fotos zu werfen. Ein auch nicht zu unterschätzender Faktor ist die Haptik der einzelnen Geräte. Wie liegt die Kamera in der Hand? Lässt sie sich gut bedienen, sind alle wichtigen Funktionen übersichtlich angeordnet und schnell zu erreichen? Hier fiel für mich z.B. die endgültige Wahl auf meine Nikon. Ich persönlich empfand die Menüauswahl deutlich angenehmer als bei der vergleichbaren Canon (nun ja, vielleicht auch, weil ich ja schon mit Andys D40 herumgespielt hatte) und auch der gummierte Griff rechts gab mir ein sichereres Gefühl beim Halten der Kamera.

Schritt 5:

Das Zubehör

Oftmals bieten Händler gleich ganze Pakete mit Body und zusätzlichen Objektiven an. Schau dir die Qualität des dort inkludierten Zubehörs zuvor sorgfältig an. Brauchst du genau dieses Zubehör? Oder eigentlich doch eher etwas anderes. Warum wird alles zusammen zu so einem Schnapppreis angeboten? Vielleicht, weil das Zubehör ohnehin nicht viel wert ist? Sinnvoll ist es, auch hier im Vorfeld die gleiche Schleife wie mit der Kamera selbst du ziehen: Was will ich mit dem Zubehör (zum Beispiel einem passenden Objektiv, einer Tasche, einem Reinigungspinsel, einer passende SD-Karte,…) machen? Was ist mir besonders wichtig? Wie viel möchte ich ausgeben?

So wusste ich damals schon, dass ich meine Nikon mit auf Reisen nehmen wollte. Je nachdem wo du so herumhüpfst, kann es da auch mal staubig hergehen. Außerdem durfte das Zubehör auch nicht zu viel wiegen, denn es sollte ja im Zweifelsfall immer über der Schulter mit. Ich wusste also schon recht schnell, dass ich zunächst nur ein einzelnes Objektiv haben wollte, das sich recht universell einsetzen lässt. Gerade in staubigen Gegenden birgt ein Objektivwechsel immer Risiken. Schmutz kann sich festsetzen und die Bilder beeinträchtigen. Oft siehst du das aber erst, wenn du die Bilder daheim am Fernseher vergrößert anschaust. Ärgerlich, wenn du den gleichen Fleck auf der Hälfte deiner 764 Fotos hast und die dann alle nachbearbeiten darfst.

Schritt 6:

Nimm vier zahl zwei

Ich finde, wenn ich irgendwo gut beraten wurde, sollte ich das auch entsprechend honorieren und dort kaufen. Nun ist das Ärgerliche an der Sache aber: im Netzt gibt’s das Gleiche gegebenenfalls für sehr viel weniger. Sprich das ganz offen bei deinem Händler an. Sag ihm auch, dass du dich gut aufgehoben fühlst und daher eigentlich lieber bei ihm kaufen möchtest. Frag ihn offen, wie er dir entgegenkommen und ob er dir einen fairen Komplettpreis machen kann, wenn du dein Wunsch- Zubehör jetzt auch noch direkt bei ihm mitnimmst. Meist lassen sich so weitaus höhere Rabatte heraushandeln, als wenn du zunächst nur den Kamerabody mitnimmst. Hast du aus der Beratung durch den Verkäufer einen Mehrwert für dich generiert? Neue Infos und Denkanstöße bekommen? Hat er sich besonders um dich bemüht? Dann solltest du so fair sein, und einen kleinen Aufpreis im Vergleich zur Netzbestellung akzeptieren.

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Und? Bist du immer noch da? Oder schon am Listeschreiben? Ach du bist schon am Googeln? Na dann will ich dich nicht länger stören 😉

Schreib uns mal, wenn du fündig geworden bist und berichte hier von deinen Erfahrungen.

Du hast deine Traumkamera schon längst? Was ist das für eine? Was findest du besonders klasse daran und warum und wie hast du dich damals für sie entschieden? Du bist schon Fortgeschrittener oder Profi und kannst uns noch ein paar wichtige und/ oder nützliche Hinweise geben?

Hinterlasse hier deinen Kommentar und gib unseren Suchenden ein paar Empfehlungen und Entscheidungshilfen an die Hand.

Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns auf deine Tipps und Tricks!


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